Mitgliedschaft für FachberaterInnen im Landesverband

Sie erhalten vielfältige Unterstützung, und können sich mit anderen FachberaterInnen austauschen und an der Weiterentwicklung der Kindertagespflege in NRW beteiligen.

» mehr Info

Imagefilm Inklusive Kindertagespflege

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LW) hat am 26.07.2018 einen kleinen Videofilm zur Inklusiven Kindertagespflege mit folgender Presseerklärung veröffentlicht:

Eine echte Wahlmöglichkeit hatten die Eltern von Kindern mit Behinderung bis vor kurzem nicht: Sie konnten ihre Kinder in der Regel nur in einer Kindertagesstätte betreuen lassen. Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren durch eine qualifizierte Tagesmutter wäre eine Alternative. Doch entsprechend qualifizierte Tagesmütter gab es bisher kaum.

Das will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ändern. Damit die Eltern von Kindern mit Behinderung eine Wahlmöglichkeit zwischen Kindertagesstätte und Tagesmutter bekommen, hat der LWL ein Förderprogramm aufgelegt, um die Tagespflege von Kindern mit Behinderung zu unterstützen. Daneben hat das LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho ein Qualifizierungsprogramm für Tagespflegepersonen entwickelt. Wie die Tagespflege für Kinder mit und ohne Behinderung funktioniert, zeigt der LWL in einem Kurzfilm über die Tagespflegestelle von Judith Berger im Kreis Steinfurt.

Judith Berger ist eine der 61 Tagesmütter, die einen der Zertifikatkurse "Kinder mit Behinderung in der Tagespflege" erfolgreich abgeschlossen hat. "Zudem mache ich noch weitere Fortbildungen, um auf dem Laufenden zu bleiben", sagt die Tagesmutter. Der Film zeigt, wie sie die zweijährigen Luana, Keke und Marius betreut. Die Kinder können auf dem Rasen spielen, rutschen und schaukeln oder Gemüse im Garten ernten. "Die Jungs stört es überhaupt nicht, dass Luana eine Behinderung hat. Im Gegenteil, an den Tagen, an denen sie nicht kommt, fragen sie dauernd nach ihr", erzählt Berger.

"Diese inklusive Kindertagespflege ist ein Angebot, das darauf abzielt, Eltern eine Wahlmöglichkeit zu geben", sagt Christian Peitz, der im LWL-Landesjugendamt für die Kindertagespflege zuständig ist. "Es sind vor allem unter dreijährige Kinder, die dieses Angebot nutzen. Es ist manchen Eltern wichtig, dass die jungen Kinder noch nicht in die Institution Kita gehen, sondern eine familienähnliche Betreuung bekommen", so der LWL-Experte weiter. Da es eine große Bandbreite an Entwicklungsproblemen und Behinderungen gebe, sei es wichtig, für jedes Kind ein passendes Betreuungskonzept zu entwickeln - egal ob das Kind in der Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter betreut werde.

Den nächsten Zertifikatskursus für Tagesmütter bietet der LWL im September in Münster an. Eltern, die ein Kind mit Behinderung von einer Tagesmutter betreuen lassen wollen, wenden sich an ihr örtliches Jugendamt. "Das Jugendamt berät, hier können die Eltern ihre Kinder anmelden, es übernimmt die Verteilung, legt den Elternbeitrag fest, genehmigt und zahlt die Tagespflegegelder aus", sagt Mike Hüsing vom Jugendamt des Kreises Steinfurt. Der LWL organisiert nicht nur die Fortbildung, er stellt auch Mittel für die Betreuung von Kindern mit Behinderung zur Verfügung.

Zusätzlich zur erhöhten Pauschale, die das Land an die Jugendämter auszahlt, fördert der LWL einen Betreuungsplatz für ein Kind mit Behinderung in der Kindertagespflege mit 5.000 Euro pro Kind und Kita-Jahr. Insgesamt hat der LWL in der dreijährigen Erprobungsphase der inklusiven Kindertagespflege bisher 56 Kinder gefördert.

 

Den Film können Sie unter folgendem Link ansehen: 
› https://bit.ly/2uQIEMe

 

Weitere Informationen und Beratung bei

Christian Peitz  |  Referat 30 – Fachberatung Kindertagesbetreuung
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Landesjugendamt, Schulen, Koordinationsstelle Sucht
Warendorfer Straße 25, 48145 Münster

Tel.: 0251 591-5962
Fax: 0251 591-714565
E-Mail: christian.peitz@lwl.org


Imagefilm Inklusive Kindertagespflege

› Film ansehen