Kinder- und Jugendlichenstärkungsgesetz - Änderungen für die Kindertagespflege im SGB VIII

Am 22.04.2021 hat der Bundestag das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) beschlossen, welches auch Änderungen im SGB VIII beinhaltet. Für die Kindertagespflege sind einige wesentliche Änderungen enthalten, die sich auch auf die Kindertagespflege in NRW auswirken.

Eine wichtige Änderung ist die Einbeziehung der Kindertagespflege in den Schutzauftrag nach § 8a Abs. 5 SGB VIII. Die vertragliche und pädagogische Zuordnung der Tageskinder bei der Nutzung gemeinsamer Räumlichkeiten (Großtagespflege / Kindertagespflege im Verbund) wird nun auch im SGB VIII konkretisiert. Wichtig für Kindertagespflegepersonen und Fachberatungsstellen  für Kindertagespflege ist die Konkretisierung zur Erstattung von „angemessenen Unfallversicherungsbeiträgen“. Eine wesentliche Änderung ist die veränderte Zuständigkeit für die Erlaubnis zur Kindertagespflege (§ 87 a SGB VIII) – künftig ist der Jugendhilfeträger zuständig, in dessen Bereich die Kindertagespflegeperson ihre Tätigkeit ausübt.

Eine erfreuliche Veränderung ist zudem, dass begriffliche Anpassungen vorgenommen wurden. So wird "Tagespflege“ durchgängig in „Kindertagespflege“ geändert.  

Am 07.05.2021 hat auch der Bundesrat zugestimmt. Sobald die demnächst zu erwartende Verkündung im Bundesgesetzblatt erfolgt ist, treten die neuen Regelungen in Kraft.

Die Rechtsanwältin Iris Vierheller hat für den Landesverband Kindertagespflege NRW e.V. eine Kurzinfo zu den Änderungen im SGB VIII erstellt, in der die wesentlichen Auswirkungen auf die Kindertagespflege bundesweit und für NRW erläutert werden.